andi abroad


Naturhistorisches Museum Budapest
25. Februar 2009, 13:41
Einsortiert unter: Alltag, Nachher

Vorgestern zog es mich mal wieder raus und ich beschloss das – laut Reiseführer angeblich kostenfreie – Naturhistorische Museum zu besuchen. War natürlich nicht kostenfrei,  aber für 300 Forint, was zur Zeit etwa einem Euro entspricht, kann man ja nicht knauserig sein.

Das Museum ist schon recht fein, wenn auch nicht besonders groß. Ich besuchte allerdings auch nur die Dauerausstellung. Hätte ich früher gewusst, dass in dem Abschnitt mit Wechselausstellungen grade eine Voliere mit Schmetterlingen zu sehen war, wäre ich allerdings auch dorthin gegangen. Naja.

In beeindruckend neuen Räumlichkeiten kann man vor allem informative Exponate besichtigen. Sehr angenehm ist, dass es nicht Abteilungen gibt, die in den Kategorien “ausgestopfte Tiere”, “Mineralien”, “Skelette” etc. geordnet sind, sondern man findet die einzelnen Räumlichkeiten nach Themengebieten eingeteilt vor. So begutachtete ich zunächst ein Modell eines Riffs, das unter meinen Füßen unter Plexiglas schön beleuchtet war, danach schaute ich mir die Afrikasektion mit zahlreichen ausgestopften Steppen- und Wüstenbewohnern an, die Vögelsektion, danach gab es Tiere und Pflanzen zu sehen, die in Ungarn beheimatet sind, was direkt überging in einen Bereich, der die Urgeschichte Ungarns darstellte. Im Obergeschoss drehte sich dann alles vor allem um Ökologie (Ökosysteme, bedrohte Tierarten (die in ausgestopfter Form in einer Art Arche angesehen werden konnten), Müll etc) und um Ungarn (Bewohner, Menschen, Rohstoffe etc) und dazu wurden zahlreiche auch interaktive Exponate geboten, zum Beispiel einen Schaukasten, an dem man auf Knopfdruck sehen konnte, welche Gräser, Kleintiere etc. wichtig sind für das Überleben bedrohter Greifvögel und damit ebenso wie die Vögel selbst Schutz genießen sollten.

Insgesamt ein sehr informatives Museum, das vor allem für Kinder eine Menge bietet (unter anderem auch “Workshop-rooms”).  Dementsprechend viele Schulklassen tummelten sich in dem Räumlichkeiten. Aber ein großer Nachteil: es war HEISS in den Räumen. Gott sei dank konnte man seine Jacke gratis an einer bewachten Garderobe abgeben – dennoch war ich fast glücklich, als ich nach meinem Besuch in die verschneite Eiseskälte der Stadt zurückdurfte.


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