andi abroad


Aquincum
13. Februar 2009, 19:51
Einsortiert unter: Nachher, Specials, to avoid, Unterwegs

Nach dem dritten ausgeschlafenen Morgen in Folge – langsam fühle ich mich richtig faul – ging es für mich heute zum Aquincum. Das ist der Name einer alten Römersiedlung, von der im nördlichen Buda archäologische Überreste gefunden worden sind, die  man Besichtigen kann.

Mein Weg führte mich mit der Millenium-U-Bahn und der Metro zum HÉV-Bahnhof, von wo aus die Vorortbahnen abfahren. Diese Vorortbahnen bestehen aus Zügen, die nach einer Mischung aus Eisen- und Straßenbahn aussehen und aus der DDR stammen. Urig. Auf der Fahrt saß vor mir ein Araber, der Arabische Musik hörte und wie ein Muezzin auf Arabisch mitsang… puh!

Als ich an der Haltestelle Aquincum ankam, war ich eher enttäuscht: Ich hätte nicht gedacht, dass sich die bedeutenden Ruinen, die ich besichtigen wollte, inmitten der Budaer Platte befanden. Man stelle sich Blockdiek oder Osterholz-Tenever vor – nur in ungepflegt und abgebröckelt. Nicht so schön also.

Plattenbauten

Ruinen, im Hintergrund: Plattenbauten

Und dann war da noch die Kälte. Die morgendlichen Sonnenstrahlen hatten mich zunächst vermuten lassen, dass die Temperaturen entsprechend sind. Aber Pustekuchen. Die Sonnenstrahlen gingen wieder schlafen und stattdessen fing es an zu schneien. Ich fror mich also den Weg entlang von der Haltestelle zum Aquinum. Besonders geschickt von den Budapestern ist es, an diesem an sich schönen Fleckchen Erde, das beinahe Erholungsgebietcharakter haben könnte, eine achtspurige Schnellstraße entlang gebaut zu haben. Meinen Glückwunsch zu dieser Meisterleistung.

Schnellstraße; dazwischen Reste eines Aquäduktes

Schnellstraße; dazwischen Reste eines Aquäduktes

Ich hatte damit gerechnet, das Aquincum (das mich stark an Ostia Antica in Rom erinnerte) auch betreten zu können. Leider hatte die Ausgrabungsstätte geschlossen und nur das Museum war geöffnet. Aber auf Museum ohne Ausgrabungsstätte hatte ich keine Lust. Immerhin konnte man sie über den Zaun hinweg ein bisschen sehen:

Aquincum

Aquincum


Aquincum...

Aquincum...


und nochmal Aquincum

und nochmal Aquincum

Deswegen ging ich schon nach kurzer Zeit enttäuscht zur Haltestelle zurück, entdeckte aber auf der anderen Straßenseite noch etwas: Die Überreste eines Amphitheaters. Diese konnte man betreten; Auf einem Wall, der Rings um die Ruine führte und der von großen Bäumen gesäumt war, ging ich rundherum und schließlich auch noch hinein. Hab also doch noch was zu sehen bekommen. Sogar für umsonst!

Rundweg mit Bäumen, links Amphiteater

Rundweg mit Bäumen, links Amphiteater


das ganze Amphitheater

das ganze Amphitheater


... und das Pennerlager, das hinterm Rundweg in den Büschen liegt.

... und das Pennerlager, das hinterm Rundweg in den Büschen liegt.


Hinterlasse einen Kommentar bis jetzt
Hinterlasse einen Kommentar



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s



Follow

Get every new post delivered to your Inbox.